Kleine Wanderung, Strandtag (31.08.2005)
Immer noch faul, stellen wir nach dem Frühstück fest, dass wir beide nicht die geringste Lust verspüren, die Radklamotten anzuziehen.
Reiseberichte und andere Unwichtigkeiten
Erlebnisse und Berichte unserer Alpencross-Reisen.
Immer noch faul, stellen wir nach dem Frühstück fest, dass wir beide nicht die geringste Lust verspüren, die Radklamotten anzuziehen.
Mittlerweile an das frühe Aufstehen gewöhnt, sitzen wir um 9 Uhr im Bus und los geht’s Richtung Lermoos. Da der Reschenpass immer noch gesperrt ist, können wir unsere Radroute nicht noch einmal ansehen, sondern müssen über den Brenner zurück.
Sandra hat uns bereits die letzten Tage immer darauf vorbereitet, dass gleich nach dem Frühstück ein supersteiles Stück mit 200 hm am Stück kommt, bei dem man schieben muss, wenn man nicht gleich am Anfang richtig auf dem Rad ist. Haha, das Stück ist so steil, dass ich immer schieben...
Gegen das restliche Ambiente des Hauses hebt sich das Frühstück positiv ab, auch wenn die letzten Eierbecher und -löffel wohl schon Ende der 80er geklaut wurden. Wir starten heute eine halbe Stunde später, da nur eine Kurzetappe ansteht.
Das Frühstück schließt dort an, wo das Abendessen aufgehört hatte: riesige Auswahl, super Qualität. Ich studiere noch den Hotelprospekt und beschließe beim Anblick der sehr moderaten Preise, wieder zu kommen, zumal mir auch die Landschaft im Vinschgau sehr gut gefällt.
Beim Frühstück eröffnet uns Sandra, dass alle Straßen noch gesperrt seien, wir mit dem Fahrrad aber wohl durchkämen. Wir werden also versuchen, zu fahren. Der Wirt unseres Hotels wird sich mit dem Wirt des nächsten Hotels auf einem Wirtschaftsweg bei Pfunds treffen, um konspirativ das Gepäck zu übergeben. Sehr spannend!
In der Nacht konnte man hören, wie es draußen noch immer gießt. Toll. Am Morgen werden wir von der Sirene im Ort geweckt. Ständig fährt die Feuerwehr. Der Blick auf den gestern noch so harmlosen Inn zeigt auch, warum das so ist: Hochwasser.
Um 6.30 Uhr werde ich wach im festen Glauben, mich noch einmal umdrehen und eine Stunde weiter schlafen zu können. Kristin hat schlecht geschlafen, weil sie sehr nervös war. Tjark war auch oft wach, das Essen lag so schwer im Magen.
In der Nacht hat mich eine Mücke ausgiebig gepiesackt: erst summte sie die ganze Zeit um mein Ohr herum, dann hat sie offensichtlich auch ausgiebig mein Blut genossen: Bis zum Abend zähle ich neun Mückenstiche, davon allein sechs im Gesicht.
Unser Auto ist um halb zwölf fertig gepackt, zehn Minuten später kommen wir endgültig los. Das Wetter ist besser als erwartet, es ist bewölkt, regnet aber nicht. Bis zum Hermsdorfer Kreuz bleibt es trocken, danach gibt der Regen bis Bayreuth alles. Ätzend.