Anreise zum Alpencross, Weiterfahrt nach Lermoos (21.08.2005)

In der Nacht hat mich eine Mücke ausgiebig gepiesackt: erst summte sie die ganze Zeit um mein Ohr herum, dann hat sie offensichtlich auch ausgiebig mein Blut genossen: Bis zum Abend zähle ich neun Mückenstiche, davon allein sechs im Gesicht.

[protected]Weitere Stiche befinden sich am linken Daumen, am rechten Unterarm und am Allerwertesten. Extrem lästig, vor allem die Dinger im Gesicht.

Auch heute ist es in Irgertsheim trocken, so dass wir nach dem Frühstück noch einen Spaziergang in Eichstätt machen können. Gegen zwölf Uhr fahren Tjark und ich los in Richtung Garmisch. In München kehren wir noch beim Bürgerkönig ein. Auf der A 95 Richtung Garmisch fängt es an zu schütten. Berge sind nicht zu sehen. Auf der Autobahn ist teilweise Aquaplaning allerfeinster Sorte. In Lermoos suchen wir das Hotel, fahren einmal im Ort hin und her, aber bei der Kirche werden wir fündig. An der Rezeption treffen wir auch gleich unsere Reisebegleiterin Sandra. Sie macht einen netten Eindruck. Beim Fahrradschrauben fragt sie, ob mein Fahrrad neu ist. Damit hatte ich gerechnet! Hätte ich es bloß nicht geputzt! 😉

Unser Zimmer riecht, als hätte jemand in die Ecke gekotzt. Eklig. Wir machen einen kurzen Mittagsschlaf, aber danach geht Tjark zur Rezeption und bittet um ein anderes Zimmer. Es ist kaum auszuhalten. Kein Problem, wir bekommen das Zimmer nebenan.

Wir trinken einen Kaffee in der Bar. Es schüttet noch immer. Trotzdem machen wir noch einen kleinen Spaziergang. Ein bisschen frische Luft tut gut.

Unser Zimmer schaut eigentlich direkt zur Zugspitze, leider kann man noch nicht einmal erkennen, dass da überhaupt ein Berg ist. Schade. Hoffentlich regnet es morgen nicht den ganzen Tag durch, aber große Hoffnungen machen wir uns nicht.

Um sieben Uhr treffen wir uns mit der Gruppe im Wintergarten im Hotel auf einen Aperitif. Die Gruppe besteht aus zwölf Leuten: Sandra, die Führerin, Christoph und Sonja aus München (er Unternehmensberater, sie wie sich später herausstellt Wichtigtuerin und Beraterin beim Unternehmensberater oder so ähnlich), Werner und Heinz aus München (Werner ist Rentner, Heinz hat ein Bauunternehmen, sie spielen zusammen Tennis), Beate und Dieter aus Franken (er ist Banker, sie Diätassistentin im Krankenhaus), Christa (Gymnasiallehrerin) aus München, Thomas und Susi aus Neumarkt i. d. Oberpfalz (er Lungenfacharzt, sie seine „Managerin“). Dieter und Beate sind mit dem Trekkingrad unterwegs, Heinz und Werner haben noch nie auf dem Mountainbike gesessen, Heinz macht aber einen sehr fitten Eindruck. Christa stellt ihr Licht sehr unter den Scheffel, sie erzählt immer, dass sie so schlecht sei, hat dieses Jahr aber bereits eine Tour in der Toskana, eine Tour in den Abbruzzen und eine Tour in Sizilien mitgemacht. Die Gruppe scheint sehr durchmischt, eine Einschätzung erlaube ich mir aber erst morgen.

Zum Beginn erklärt Sandra, dass morgen wohl die anstrengendste Etappe ist, denn der Weg ist nicht gut. Vor allem die Einsteiger (und dazu zähle ich uns auch) werden auf den gerölligen Aufstiegen und Abfahrten absteigen müssen. Na dann…

Wie immer sind wir im Hotel um zehn Uhr alleine, bis auf eine Gruppe, die nicht zu uns gehört. Wir werden sehen, wie sich das weiterentwickelt.

Das Essen ist okay, mehr aber auch nicht: es gibt Salat wie am Nagglerhof, dann eine Rindssuppe mit Tiroler Knödel, dann einen Spinat-Feta-Strudel, danach wahlweise Fisch (Dorsch), Rostbraten oder Gemüselasagne. Wir nehmen den Rostbraten, dessen Pilzsauce leider bei Maggi verpackt wurde. Die Apfelknödel hinterher lasse ich aus.

Frühstück ist um 7:15 Uhr, Abfahrt für 8:30 Uhr terminiert. Ich dachte, ich hätte Urlaub…

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